Emotionaler Tag 1 des Fackellaufs durch Südtirol

Die olympische Flamme wird von Toblach bis nach Bozen getragen – Hunderte Menschen säumen die Straßen – Viele prominente Fackelträgerinnen und -träger

RASEN/ANTHOLZ/BRUNECK/BOZEN (LPA). Die einmalige Gelegenheit, die olympische Fackel live zu sehen, ließen sich am 27. Jänner hunderte Menschen nicht entgehen: Sie säumten die Straßen entlang der Route, die die Fackelträgerinnen und Fackelträger mit Stolz von der Nordic Arena in Toblach (das LPA hat berichtet) bis zur Ankunft in Bozen zurücklegten. 

Am frühen Morgen wurde die Fackel im Laufschritt durch das Biathlonstadion in Antholz getragen und anschließend weiter bis nach Oberrasen, wo die Olympische Flamme vom Landesrat für Sport, Peter Brunner, empfangen wurde. Er betonte das einzigartige Gefühl, die Spiele „zuhause“ erleben zu können. „Hinter diesem Ereignis stecken viel Arbeit und eine große Organisation, die das lokale Biathlon‑Komitee in den vergangenen Jahren auf höchstem Niveau vorangetrieben hat. Die Olympischen Spiele sind auch ein großer Ansporn für viele junge Menschen, die aus nächster Nähe Stars bewundern können, die um eine Medaille kämpfen, und die so ermutigt werden, ihren Träumen nachzugehen – im Sport wie im Alltag“, sagte Brunner.

Große Begeisterung und viel Applaus wurden den Fackelträgerinnen und Fackelträgern entlang der gesamten Strecke des Fackellaufs zuteil. Zu ihnen zählten viele einfache Bürgerinnen und Bürger jeden Alters, aber auch herausragende Sportler, die wichtige Kapitel des Südtiroler Sports geschrieben haben. Unter ihnen auch Dominik Windisch, dreimaliger Olympiateilnehmer im Biathlon. „An die Olympischen Winterspiele zu denken, ist für uns alle ein Traum, der wahr wird: Antholz verdient diese Auszeichnung – als Ort und als Organisation. Wir können es kaum erwarten, dass die Wettkämpfe beginnen.“

Von Rasen aus ging es für die Fackel weiter nach Bruneck und anschließend auf den Kronplatz, wo die Fackel feierlich zu drei symbolträchtigen Orten getragen wurde: zur Friedensglocke Concordia 2000, zum Messner Mountain Museum Corones und zum LUMEN – Museum für Bergfotografie. Außergewöhnliche Fackelträger waren der König der 8000er, Reinhold Messner, sichtlich bewegt, ebenso wie Andreas Zingerle, Olympia‑Bronzemedaillengewinner in Calgary 1988 mit der 4×7,5‑km‑Staffel gemeinsam mit Gottlieb Taschler, Johann Passler und Werner Kiem.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich mich in diesem wunderbaren Naturrahmen so sehr berühren lassen würde, zwischen zwei unglaublichen Spalieren von Menschen. Genießen wir die Olympischen Spiele in Südtirol und seien wir stolz auf dieses große Ereignis“, sagte Zingerle. Die Fackel begann danach ihren Abstieg ins Tal, erreichte Brixen und anschließend Bozen – der Abschluss eines Tages, der der Freude, dem Frieden und dem Miteinander gewidmet war. Symbole der Spiele und einer olympischen Flamme, die ab heute auch das Land Südtirol erleuchtet.

Die Fackel der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 wird auch am 28. und 29. Januar in Südtirol unterwegs sein (wie vom LPA berichtet). Die Reise der Fackel kann in Echtzeit auf der offiziellen Website der Olympischen Spiele verfolgt werden.

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